Beziehung zum Pflegebedürftigen

Was ist schwierig?

Um Schwierigkeiten in Ihrer Beziehung anzugehen, sollten Sie diese zunächst genau benennen.

Vielleicht stört es Sie, dass Sie mit dem Pflegebedürftigen kaum mehr schöne Zeiten verbringen. Vielleicht überfordert es Sie, dass Ihr Angehöriger vieles nicht mehr alleine machen kann, vergesslich ist und dass Sie in vielen Momenten die Verantwortung allein tragen müssen.
 

Halten Sie fest, was Ihnen in Ihrer Beziehung aufgrund der Pflege zu schaffen macht.

Schreiben Sie alles auf, auch wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Probleme unlösbar sind. Wir kommen auf Ihre Eingaben wieder zurück.

Das macht mir/uns zu schaffen:

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Ich mache mir seit Hans´ Schlaganfall große Sorgen. Der Arzt hat uns gesagt, die ersten 12 Monate danach seien besonders gefährlich und jetzt sehe ich ständig mögliche Anzeichen. Ich koche extra salz- und fettarme Schonkost, aber Hans wirft mir nur vor, dass ich ihn total kontrolliere. Das ärgert mich. Auf der anderen Seite will ich ihn mit meiner Angst auch nicht anstecken.

Außerdem könnte ich platzen, wenn er mit seinem Rollator gegen unsere guten Möbel fährt. Manchmal bricht es aus mir heraus: Jetzt sei doch nicht immer so ungeschickt! Danach tut es mir schrecklich leid – ich weiß ja, dass er das nicht mit Absicht macht.

Christa (65 Jahre) pflegt ihren Ehemann Hans (67 Jahre), der sich seit seinem Schlaganfall vor eineinhalb Jahren nur noch langsam bewegt, außer Haus auf den Rollstuhl angewiesen und auch leicht depressiv geworden ist.

Es nervt mich, dass meine Mutter so vergesslich ist, auch wenn sie nichts dafür kann. Sie ruft mich ständig an, wenn sie etwas nicht sofort findet und verlangt dann von mir, dass ich ihr beim Suchen helfe. Das finde ich auch ziemlich egoistisch von ihr – soll sie doch ihre Sachen ordentlich wegräumen! Wenn ich ihr das sagen würde, wäre sie aber sicher total gekränkt, das will ich ja auch nicht.

Monika (43 Jahre) pflegt ihre allein lebende Mutter Elke (67 Jahre), bei der vor zwei Jahren eine Demenz diagnostiziert wurde. Elke verliert häufig ihre Sachen, vergisst häufig Termine, findet nicht die richtigen Worte und stellt ständig die gleichen Fragen.

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