Selbstständigkeit

Was kann ich noch tun?

Was können Sie noch tun, um die Selbstständigkeit des Pflegebedürftigen zu fördern – und damit Ihre Beziehung zu stärken?

Klicken Sie auf die folgenden grünen Infoboxen.

Gehen Sie möglichst wenig auf verlorene Fähigkeiten des Pflegebedürftigen ein. Fördern Sie noch vorhandene Fähigkeiten. Erledigen Sie Aufgaben zusammen und beziehen Sie den Pflegebedürftigen ein.

Maria braucht für den Abwasch extrem lange. Ich verlasse meist die Küche und gehe meinen eigenen Dingen nach. Oft bleibt ein Teil des Abwasches stehen, vieles ist nicht richtig sauber und die Salatschale muss ich oft suchen. Aber sie ist für eine Weile beschäftigt und ich habe einen Moment für mich. Und wenn ich dann merke, wie sehr sie sich freut, wenn ich mich bei ihr bedanke, dann berührt mich das sehr und ich denke mir: Ja, es ist genau richtig, wie wir das machen.

Hermann (85 Jahre) pflegt seine Ehefrau Maria (83 Jahre). Maria leidet unter Demenz und hat sich persönlich stark verändert. Sie hat Wahnvorstellungen und wandert oft nachts durch das ganze Haus.

Das mit dem gemeinsamen Wäschefalten klappt super. Wir unterhalten uns dann und genießen es, beisammen zu sein und was zu tun zu haben. Meine Mutter blüht dann richtig auf.

Aber das mit dem Anziehen muss ich noch anders planen. Es dauert so lange und ich werde furchtbar ungeduldig. Vielleicht sollte ich währenddessen aufräumen. Denn dieses Danebensitzen macht mich völlig fertig. Letztens hat das selbst meine Mutter gemerkt. Sie hat dreimal das Hemd neu geknöpft (mit der Knöpfhilfe) und plötzlich schaut sie mich an, lächelt mitfühlend und nimmt mich in den Arm. Da musste ich heulen; es tat mir so leid, aber gleichzeitig war ich glücklich. Da war ich wieder Kind in ihren Armen. 

Christiane (62 Jahre) pflegt ihre Mutter Ilse (90 Jahre), die vor kurzem zu ihr gezogen ist. Ilse ist geistig noch recht fit, aber aufgrund ihres Alters sehr gebrechlich und langsam. Christiane erträgt es nur schwer, ihre Mutter so hilflos zu sehen und tut sich schwer mit der beginnenden Inkontinenz.

Wenn Sie sich überfordert fühlen, lassen Sie sich dazu beraten, wie Sie sich gegebenenfalls entlasten können. Entsprechende Adressen finden Sie unter Beratung und Schulung.