Als Lesezeichen speichern | Angst vor finanziellen Einschränkungen

Ängste, Sorgen, Hilflosigkeit

Angst vor finanziellen Einschränkungen

Je nach Erkrankung und erforderlichen Pflegemaßnahmen sind finanzielle Sorgen sehr verbreitet. Wird man sich die professionelle Unterstützung leisten können? Müssen die Ersparnisse aufgebraucht werden, um das Pflegeheim oder das betreute Wohnen bezahlen zu können? Werden die Kosten für die Pflege weiter steigen? Was passiert mit dem eigenen Lebensstandard?

Pflegende, die (noch) arbeiten, sind mit der Frage konfrontiert, ob sie nur noch in Teilzeit tätig sein können – was ebenfalls zu finanziellen Einbußen führen kann.
 

Haben Sie einen konkreten Überblick über die finanzielle Situation?

  • Ich pflege meinen Vater. Eigentlich müsste die Dusche dringend umgebaut werden und die Heizung muss ebenfalls repariert werden. Eine Unterstützung im Haushalt und Garten sowie ein Mahlzeitendienst wären für mich eine große Entlastung. Nur weiß ich überhaupt nicht, wie die finanzielle Situation meines Vaters ist, wir haben nie darüber gesprochen. Ich weiß nur, dass er auf das Thema immer sehr abwehrend reagiert.

  • Für meinen Mann wäre ein Treppenlift wichtig, damit wir weiterhin zusammen spazieren gehen können. Ich habe die Sorge, dass uns die Decke auf den Kopf fällt, wenn mein Mann die Wohnung nicht mehr verlassen kann. Ich befürchte aber, dass das für uns unerschwinglich ist. Vielleicht stimmt der Vermieter auch nicht zu. Ich weiß auch nicht, ob es Zuschüsse hierfür gibt.  

  • Meine pflegebedürftige alleinlebende Mutter möchte mir eine Bankvollmacht ausstellen, damit ich ihr bei den Finanzen helfe. Ich befürchte aber, dass mein Bruder das gar nicht gut finden würde.

  • Die Demenz meiner Frau ist mittlerweile so fortgeschritten, dass ich es vermutlich nicht mehr lange schaffe, sie zuhause zu pflegen. Aber was bleibt mir noch, wenn alles Geld für das Pflegeheim benötigt wird?

  • Meine Mutter ist unheilbar an Krebs erkrankt. Ich möchte sie so gerne bis zu Ihrem Tod begleiten und pflegen. Ich befürchte aber, dass mich mein Arbeitgeber nicht freistellt und ich kündigen muss. Ich habe auch Angst, dass ich das alles finanziell nicht durchhalte.