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Nächtliches Umherwandern bei Demenz

Bei Menschen mit Demenz geht mit fortschreitender Erkrankung die zeitliche Orientierung verloren und damit auch die Fähigkeit zwischen Tag und Nacht zu unterscheiden. Sie erwachen nachts, gehen in der Wohnung oder im Haus umher, wundern sich, dass niemand wach ist, wollen sich etwas zum Essen machen oder die Wohnung verlassen. Tagsüber dösen oder schlafen sie dann entsprechend viel. Für die Pflegenden bedeutet das meist eine enorme Belastung, die sich oft nicht lange durchhalten lässt.

Das kann helfen:

  • Am besten ist es, wenn der pflegebedürftige Mensch gar nicht erst nachts aufwacht (und denkt, es sei Tag). Versuchen Sie daher herauszufinden, warum er aufwacht (z. B. aufgrund von Inkontinenz, Schmerzen, Ängsten oder Medikamenten) und entsprechende Abhilfe zu schaffen. Scheuen Sie sich nicht, dafür ärztliche Hilfe oder pflegerische Beratung in Anspruch zu nehmen.
  • Gestalten Sie den Tagesablauf so, dass möglichst klar ist, wann Tag und wann Nacht ist: Zum Beispiel, indem die Wohnung tagsüber hell und nachts dunkel ist und tagsüber der Schlafanzug weggeräumt und nicht zu sehen ist (genauso nachts die Tageskleidung).
  • Nehmen Sie es ohne Diskussion hin, wenn der Pflegebedürftige trotz aller Bemühungen nachts etwas essen möchte, umhergeht, lieber auf dem Sofa oder im Sessel schläft.
  • Bieten Sie dem Pflegebedürftigen Sicherheit und Orientierung: Stellen Sie zum Beispiel etwas zu Essen bereit, falls er nachts etwas essen möchte oder eine Decke auf dem Sofa, damit er es gemütlich hat.
  • Lassen Sie sich beraten: Gibt es in Ihrer Nähe Pflegeeinrichtungen, die eine sogenannte Nachtpflege für Menschen mit Demenz anbieten? Je nach Anbieter umfasst das Angebot auch einen Fahrdienst. Besprechen Sie die Kosten mit Ihrer Pflegeberatung.
  • Sie können Ihren pflegebedürftigen Angehörigen auch zuhause betreuen lassen. Solche Dienstleistungen sind jedoch mit hohen Kosten verbunden, so dass über die Pflegekasse jährlich meist nur wenige Nächte bezahlt werden können. Auch dieses Angebot können Sie mit der Pflegeberatung besprechen.
  • Wenn Sie selbst durch die nächtlichen Störungen kaum mehr schlafen können, sollten Sie sich über Ihre Grenzen Gedanken machen: Könnte Ihnen jemand helfen und manche Nächte übernehmen? Falls nicht, sollten Sie womöglich eine außerhäusliche Pflege in Betracht ziehen. Denn wenn Sie nur noch ein Schatten Ihrer selbst sind, hat niemand etwas davon.

Sollten Sie in einem Mehrfamilienhaus leben: Sprechen mit Ihren Nachbarn frühzeitig über die Gründe für die nächtlichen Geräusche.

Mehr zum Thema außerhäusliche Pflege erfahren Sie hier.

Machen Sie sich Gedanken darüber, was in Ihrer Wohnung gesichert werden sollte (z. B. Wohnungstüre, Herd, Nachtleuchten in der Wohnung zur Orientierung). Mehr dazu erfahren Sie in Wohnraumberatung.

Nutzen Sie auch Ihren Anspruch auf eine Pflegeberatung – mehr darüber erfahren Sie hier.

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