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Ansatz: Eine neue Haltung finden

Was muss ich akzeptieren?

In diesem Ansatz es geht darum, eine neue "akzeptierende" Haltung zu den eigenen belastenden Gefühlen und Gedanken zu finden.

„Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge zu akzeptieren, die ich nicht ändern kann, die Kraft, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

Dieses bekannte Gelassenheitsgebet macht auf eine wichtige Frage aufmerksam: Können Sie etwas an den Umständen verändern, die belastende Gefühle und Gedanken in Ihnen auslösen oder nicht? Wenn Sie zum Beispiel überlastet sind und vielleicht etwas abgeben können, dann tun Sie es. Manchmal sind die Umstände aber auch unveränderbar, zum Beispiel, wenn niemand etwas daran ändern kann, dass der Pflegebedürftige bald stirbt – und die Trauer daher unumgänglich ist. In diesem Fall hilft nur eine akzeptierende Haltung. Sehen wir uns dafür Ihre Situation genauer an:
 

Wie ist das bei Ihnen: Welche Umstände lassen sich nicht verändern?

Was ist unveränderbar?

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Dass meine Mutter alles nur noch sehr langsam machen kann. Das kann ich nicht ändern, auch wenn es mich manchmal wahnsinnig macht.

Christiane (62 Jahre) pflegt ihre Mutter Ilse (90 Jahre), die vor kurzem zu ihr gezogen ist. Ilse ist geistig noch recht fit, aber aufgrund ihres Alters sehr gebrechlich und langsam. Christiane erträgt es nur schwer, ihre Mutter so hilflos zu sehen und tut sich schwer mit der beginnenden Inkontinenz.

Dass es Luise, so wie sie mal war, kaum mehr gibt. Das muss ich so hinnehmen.

Willi (76 Jahre) kümmert sich um seine demenzkranke Frau Luise (75 Jahre). Beide waren immer sehr aktiv und viel unterwegs, auch als Rentner. Luises Demenz schreitet jedoch schnell voran und Willi fällt es schwer, seine ehemals lebensfrohe Frau so hilflos und passiv zu sehen.

Ich muss etwas aufgeben, das ich mir immer gewünscht und nie bekommen habe: Dass mein Mann mir gegenüber liebevoll und aufmerksam ist und mir zeigt, dass ich ihm wichtig bin. Diese Hoffnung muss ich wohl endgültig begraben.

Irene (70 Jahre) kümmert sich um ihren Mann Helmuth (76 Jahre). Helmuth leidet unter Parkinson und ist demenzkrank und neigt dadurch zu aggressivem Verhalten, was Irene verletzt und verunsichert. Sie fühlt sich einsam – auch, weil sie sich kaum mehr mit ihrem Mann in die Öffentlichkeit begibt.

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