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Alltag mit Demenz

Richtig kommunizieren

Für jeden Menschen ist es ein Grundbedürfnis, dazuzugehören und Teil einer Gemeinschaft zu sein. Das funktioniert zu einem großen Teil über Kommunikation.

Menschen mit Demenz können jedoch oft nur noch sehr eingeschränkt kommunizieren. Deshalb möchten wir Ihnen im Folgenden zeigen, wie Sie mit Ihrem Angehörigen so sprechen können, dass er sich nicht fremd und ausgegrenzt fühlt.
 

Was verändert sich?

Menschen mit Demenz finden oft nicht mehr die richtigen Worte, verstehen die Bedeutungen von Begriffen plötzlich nicht mehr, beantworten Fragen nur noch mit Nein oder Ja und behalten manchmal nur noch den letzten Teil des Satzes und vergessen den Anfang.

Zu Beginn der Erkrankung merken die Betroffenen das selbst und leiden sehr darunter. Stellen Sie sich vor, Sie möchten jemandem mitteilen, wie schön Sie den blühenden Apfelbaum finden. Sie fangen an zu erzählen, aber plötzlich merken Sie, dass Sie nicht mehr wissen, dass der Apfel „Apfel“ heißt. Sie wollen sich erklären, aber bei jedem Satz kommen Sie ins Stocken, weil Ihnen die richtigen Worte fehlen. Oder jemand sagt in die Runde: … und dann haben wir Belana gespielt. Alle nicken – nur Sie sitzen da: Belana? Was heißt das? Was ist das?

Menschen mit Demenz erschrecken sich in diesen Momenten genauso, wie Sie es tun würden. Sie sind beschämt oder frustriert über ihre „Aussetzer“ und haben große Angst, weil die Welt aus den Fugen gerät. Wenn andere darauf verständnislos oder belustigt reagieren oder sie korrigieren, kann das für sie niederschmetternd sein. Daher werden Gespräche und Treffen mit anderen oft vermieden, um nicht zu versagen. Die Erkrankten leiden jedoch unter dieser Isolation.