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Auto fahren

Wenn ältere oder pflegebedürftige Menschen nicht mehr gut hören, schlechter sehen oder sich nicht mehr gut konzentrieren können, vielleicht langsamer reagieren oder die Urteilsfähigkeit nachlässt, kommt es schneller zu Unfällen im Straßenverkehr. Betroffen sind dann womöglich nicht nur sie selbst, sondern auch andere.

Viele Pflegebedürftige merken selbst, dass sie besser nicht mehr Auto fahren sollten, einige aber überschätzen ihre Fähigkeiten oder wollen mögliche Probleme nicht wahrhaben.
 

So können Sie versuchen, den Pflegebedürftigen vom Autofahren abzuhalten:

  • Sprechen Sie behutsam mit der pflegebedürftigen Person über mögliche Risiken für ihn selbst und die anderen Verkehrsteilnehmer.
  • Wenden Sie sich an Ihre KFZ-Versicherung und informieren Sie sich über mögliche Schwierigkeiten, falls die pflegebedürftige Person in einen Unfall verwickelt wird. Sprechen Sie dann mit dem Pflegebedürftigen.
  • Wenn das Thema zu Diskussionen führt, bitten Sie den Pflegebedürftigen, seine Fahrtauglichkeit durch die Führerscheinstelle prüfen zu lassen.
  • Oft ist es einfacher und überzeugender, wenn nicht Sie, sondern ein Arzt oder eine Ärztin ein Fahrverbot ausspricht.
  • Sollte sich die pflegebedürftige Person hartnäckig weigern, können Sie die örtliche Zulassungsstelle informieren.
  • Wenn möglich, versuchen Sie die pflegebedürftige Person davon zu überzeugen, zum Beispiel statt mit dem Auto mit dem Bus zu fahren oder aus der Fahrt zum Supermarkt einen (ggf. gemeinsamen) Spaziergang zu machen.
  • Besonders bei Menschen mit Demenz sollten Sie versuchen, das Autofahren unmöglich zu machen, zum Beispiel, indem Sie …
    • den Autoschlüssel verstecken.
    • Autobatterie oder Zündkerzen herausnehmen.
    • das Auto außer Sichtweite parken und behaupten, das Auto sei in der Werkstatt.
    • das Auto abmelden.
  • Menschen mit Demenz kann man auch ablenken, indem man ihnen eine andere Aktivität anbietet (z. B. Lass uns doch eben die Blumen gießen oder Wir wollten doch gerade zum Bäcker gehen!).

Trotzdem sollten Sie und die pflegebedürftige Person weiterhin mobil bleiben. Vielleicht können Sie fahren? Ansonsten können Sie öffentliche Verkehrsmittel nutzen, Fahrgemeinschaften bilden (z. B. mit den Nachbarn), sich von Freunden und Familie mit Fahrdiensten helfen lassen oder Lieferdienste von Supermärkten nutzen.

Mein Mann ist ja schon länger nicht mehr so fit und ist trotzdem einfach weiterhin gefahren. Ich bin extra immer mitgefahren, aber was habe ich gezittert! Mein Sohn hat ihm dann das Fahren „verboten“. Ich selbst wollte das Thema nicht ansprechen, da er immer so aggressiv wird. Außerdem verstehe ich ihn ja auch. Ich glaube, nicht mehr fahren zu dürfen, ist für ihn ein großer Verlust. Er ist immer sehr gern gefahren und das macht ihn nur noch unselbstständiger. Jetzt fährt ihn unser Sohn zu seinen Terminen und unternimmt am Wochenende auch öfter mal etwas mit uns – dass wir ihn dadurch öfter sehen, gefällt auch meinem Mann.

Irene (70 Jahre) kümmert sich um ihren Mann Helmuth (76 Jahre). Helmuth leidet unter Parkinson und ist demenzkrank und neigt dadurch zu aggressivem Verhalten, was Irene verletzt und verunsichert. Sie fühlt sich einsam – auch, weil sie sich kaum mehr mit ihrem Mann in die Öffentlichkeit begibt.

Für Pflegende von Menschen mit Demenz gibt es von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft ein Infoblatt Autofahren und Demenz (Infoblatt 19). Dort erhalten Sie einen guten Überblick über rechtliche und finanzielle Fragen.

Vielen Dank für Ihre Antwort. Wir werden die Inhalte entsprechend Ihren Angaben anpassen.

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